Ein guter Schmetterling fliegt nur so hoch, wie er muss …

SG Rodt-Müllenbach – VC SFG Olpe II 3:0 (25:19 / 29:27 / 25:21)

Beim ersten Auftritt im neuen Kalenderjahr reicht den Volleyballerinnen der SG Rodt-Müllenbach eine eher durchschnittliche Leistung zu einem 3:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des VC SFG Olpe.

Die SG Rodt-Müllenbach hatte im ersten Spiel nach der Weihnachtspause mit VC SFG Olpe II einen Gegner aus dem unteren Mittelfeld der Tabelle zu Gast, gegen den man in der Vergangenheit zumeist gut ausgesehen hatte. In den ersten Satz startete das Team von Cheftrainer Volker Dannenberg auch sofort stark. Mit guten Aufschlägen und konsequentem Angriffsspiel wurde Olpe zu Beginn stark unter Druck gesetzt und Rodt-Müllenbach konnte bis zum 19:7 einen vorentscheidenden Vorsprung herausspielen. Doch dann riss der Faden etwas ab, die Gäste aus dem Sauerland kamen über einige gute Abwehraktionen ins Spiel und der Satzgewinn fiel mit 25:19 deutlich knapper aus als möglich gewesen wäre. Im zweiten Durchgang verflachte das Spiel weiter. Einige Aufschlag- und Annahmefehler sowie Missverständnisse und Unkonzentriertheiten bestimmten das Geschehen. Beide Trainer nahmen frühe Auszeiten, doch ein Spielfluss kam kaum zustande. Die Olperinnen, bei denen mit Damian Himmel ebenfalls ein Mann aus dem Oberbergischen an der Seitenlinie steht, lagen über weite Strecken des Satzes in Front. Doch die Gastgeberinnen zeigten Kampfgeist und beim 23:23 gelang den Damen aus Marienheide wieder der Ausgleich. In der Crunchtime hatten dann beide Teams die Chance, den Satz für sich zu entscheiden. Doch Rodt-Müllenbach zeigte sich nun in der entscheidenden Phase nervenstärker, konnte alle gegnerischen Satzbälle abwehren und den eigenen dritten zum Satzgewinn verwerten. Beflügelt von diesem Erfolgserlebnis starteten die Oberbergischen Schmetterlinge stark in den dritten Durchgang und konnten beim 13:6 einen Vorsprung von sieben Punkten aufweisen. Doch die Gäste sollten noch einmal in das Spiel zurückfinden. Olpe hatte einige Fans ihrer Oberligamannschaft dabei, die mit dicken Trommeln zum Teil bis in die Ballwechsel hinein einen Höllenlärm machten, was den Müllenbacherinnen sichtbar die Konzentration raubte. Die Schwächephase der Gastgeberinnen sollte bis zum Stand von 19:21 andauern, bis Volker Dannenberg seine zweite Auszeit nahm. Doch er schien nun die richtigen Worte gefunden zu haben. Sein Team trat auf einmal wieder wie komplett verwandelt auf. Die Körpersprache war nun wieder positiv und die Müllenbacher Mädels gaben bis zum Satz- und Matchgewinn keinen Ballwechsel mehr ab.

Durch den 7. Sieg im 9. Spiel bleibt der letztjährige Landesliga-Meister zum Ende der Hinrunde in der Spitzengruppe der Verbandsliga auf Platz 4. Um diese Position zu halten oder zu verbessern, bedarf es jedoch einer Leistungssteigerung, wenn es in der nächsten Woche zum Rückrundenauftakt zu den RWR Volleys Bonn geht. Die Bonnerinnen sind eine technisch starke Mannschaft mit einer gefährlichen Zuspielerin, die viele Punkte selbst verwandelt. Im Hinspiel in Marienheide hatte es ein knappes Fünfsatzmatch gegeben.