„Oberbergs Schmetterlinge“ weiter im Steigflug

Nervenstark zeigten sich die Volleyballerinnen der SG Rodt-Müllenbach und schlugen SV Neptun Aachen nach vier knappen Sätzen mit 3:1.

SG Rodt-Müllenbach – SV Neptun Aachen 3:1 (25:21 / 20:25 / 25:23 / 25:23)

Beim Duell Tabellendritter gegen -fünfter trafen sich in Marienheide zwei Teams, die zu Saisonbeginn nicht jeder in der Spitzengruppe der Liga auf dem Zettel hatte. Die SG aus dem Oberbergischen, die als Aufsteiger in Schlagdistanz zur Tabellenspitze steht, und die Aachenerinnen, die in der vergangenen Saison nur durch die Relegation die Klasse halten konnten und vor dem Spieltag nur knapp hinter der Spitzengruppe lagen. Beide Teams befanden sich also in toller Form und sollten sich auch ein großartiges Match liefern.

Direkt der erste Durchgang war einer der besten, die man in dieser Saison in Marienheide bisher zu bestaunen hatte. Die Mannschaften schenkten sich in Abwehr und Angriff nichts. Zunächst lag Rodt-Müllenbach knapp vorne, dann konnten Aachen ausgleichen und der Satz blieb bis zum 19:19 völlig offen. Die Gastgeberinnen sicherten sich schließlich durch einen Schlussspurt den Satzgewinn. Knackpunkt war unter anderem, dass Ramona Gerke der gegnerischen Diagonalangreiferin im direkten Duell mit vier erfolgreichen Blocks den Zahn ziehen konnte. Im zweiten Durchgang gerieten die Damen aus Marienheide durch eine Schwächephase Mitte des Satzes in Rückstand; gegen Ende kamen sie wieder besser in den Rhythmus, doch die Gäste ließen sich den Satz nicht mehr nehmen. Insbesondere die Sätze 3 und 4 sollten dann nichts für schlechte Nerven werden. Im Dritten spielten beide Mannschaften komplett auf Augenhöhe und sehr konzentriert mit wenigen Eigenfehlern. Rodt-Müllenbach hatte schließlich mit 25:23 das glücklichere Ende für sich. Der vierte Durchgang sollte mit dem gleichen Ergebnis enden, doch einen etwas anderen Verlauf nehmen. Auf Müllenbacher Seite nahm nun Helen Dannenberg das Spiel in die Hand und fand mit viel Übersicht die eine oder andere Lücke im Aachener Feld. Die Oberbergischen Schmetterlinge konnte so auf 10:6 davonziehen und lagen beim 16:11 erstmals im ganzen Match sogar fünf Punkte in Front. Doch dann gelang es den Gästen aus der Kaiserstadt auf einmal in der Abwehr komplett Beton anzurühren. In dieser Phase wehrten die Aachenerinnen mit ihrer überragenden Libera absolut alles ab, was die starken Müllenbacher Angreiferinnen ihnen entgegen warfen. Der Satzgewinn schien noch einmal in Gefahr zu geraten, doch in der Crunchtime hatten erneut die Oberbergischen Damen die besseren Nerven. Sie leisteten sich nun keinen Eigenfehler mehr, während Aachen zwei Aufschlagfehler unterliefen. Und auch beim Matchball landete ein Aachener Schmetterball im Netz. Die Gäste protestierten zwar noch, da sie zuvor einen Fehler auf Müllenbacher Seite gesehen haben wollten, aber das Schiedsgericht ließ sich nicht erweichen und der Sieg und die drei Punkte blieben in Marienheide.

In der nächsten Woche steht für die SGRM das Spitzenspiel in der Verbandsliga an. Es geht zum Tabellenführer MTV Köln, der in dieser Saison bisher tatsächlich nur das Hinspiel in Marienheide verloren hat. Eine denkbar schwere Aufgabe für die Müllenbacher Mädels, die ihrerseits allerdings auch auf eine Serie von nun sechs Siegen in Folge zurückblicken können.