Trotz Sturmwarnung „Oberbergs Schmetterlinge“ weiter im Höhenflug…

Die Volleyballerinnen der SG Rodt-Müllenbach schlagen den Mitaufsteiger SG Pulheim/Frechen in Marienheide deutlich mit 3:0 und revanchieren sich für die ärgerliche Hinspielniederlage.

SG Rodt-Müllenbach – SG Pulheim/Frechen 3:0 (25:15 / 25:17 / 25:8)

Am letzten Wochenende hieß die Mission für die Volleyballerinnen aus Marienheide Revanche nehmen an SG Pulheim/Frechen für die erste Saisonniederlage in der Hinrunde. Tabellarisch sah die Partie nach einem Pflichtsieg aus gegen den im Abstiegskampf befindlichen Gegner, doch die Müllenbacherinnen waren gewarnt, nicht erneut gegen die Damen aus dem Rhein-Erft-Kreis zu stolpern. Der erste Satz begann zunächst gemächlich. Immer wieder konnte von Müllenbacher Seite ein krachender Schmetterball eingestreut werden, aber zunächst liefen viele Ballwechsel eher zäh. Mitte des Satzes aber konnten die Gastgeberinnen das Tempo entscheidend anziehen, zogen von 8:8  auf 19:10 davon und gewannen den Satz schließlich deutlich. Auch im zweiten Satz kamen keine Zweifel auf, wer ihn gewinnen sollte. Helen Dannenberg und Vera Breidenbach, die beide beim Hinspiel noch gefehlt hatten, hatten mit ihrer Abschlaghöhe – richtig in Szene gesetzt – wenig Probleme mit dem Pulheimer Block. Beim deutlichen Stand von 18:9 leisteten sich die Gastgeberinnen die einzige kurze Schwächephase, die an das Hinspiel erinnerte, als die Ballwechsel plötzlich chaotisch wurden und mehrere Bälle letztendlich im Netz landeten. Doch diesmal ließen sich die Müllenbacherinnen hiervon nicht beirren und gewannen den Satz doch souverän mit 25:17. Und in den dritten Satz starteten sie dann wieder mit voller Konzentration. Nach einem Blitzstart stand es schnell 7:2. Und beim Stand von 13:8 wurde es kurios. Müllenbachs Trainer Volker Dannenberg brachte Lisa Poschner für Zuspielerin Alexandra Uelner, um den Block zu stärken; ein taktischer Kniff, der üblicherweise für ein bis zwei Ballwechsel vorgenommen wird. Doch diesmal sollte es anders aussehen; die Gastgeberinnen dachten gar nicht daran, die Angabe noch einmal herzugeben. Anna Olfert hatte einen guten Tag im Aufschlag erwischt und hämmerte nun Ball um Ball ins Feld der Gäste. Der Müllenbacher Block stand wie eine Wand und das Punktekonto ging nur noch auf einer Seite nach oben. Beim 21:8 hatte Volker Dannenberg dann Mitleid, wechselte die erfolgreiche Aufschlägerin aus und brachte Neuzugang Fabienne Wurth zu ihrem zweiten Kurzeinsatz im Müllenbacher Trikot. Am weiteren Spielverlauf sollte dies jedoch nichts ändern, Rodt-Müllenbach erzielte drei weitere schnelle Punkte und beim Matchball gelang dann sogar noch ein Ass.

Nach nur kurzer Pause steht für den Tabellendritten nun das nächste entscheidende Spitzenspiel gegen den Zweiten AVC 93 Köln auf dem Programm. Das Müllenbacher Trainerteam konnte im Spiel gegen den Abstiegskandidaten viel durchwechseln; musste dies aber zum Teil auch notgedrungen tun, da Ramona Gerke angeschlagen ausfiel und Vera Breidenbach während des Spiels verletzt ausschied. Nun gilt es auf Müllenbacher Seite zu hoffen, dass beide Stammspielerinnen zum Duell gegen Köln wieder fit werden. Auf Grund von Karnevalsveranstaltungen in Köln wurde dieses vorverlegt und die Kölnerinnen haben sogar ihr Heimrecht abgetreten, sodass Rodt-Müllenbach am Freitag den 14.02. zum zweiten Mal in dieser Saison AVC zu einem Heimspiel empfangen kann.

Trivia

Spiele der Superlative

In den beiden letzten Partien gelang den Volleyballerinnen der SG Rodt-Müllenbach jeweils Vereinsrekorde: Das spannende Match gegen den Tabellenführer MTV Köln war mit 228 Ballwechseln die längste Partie der Vereinsgeschichte. Der bisherige Rekord aus einem Verbandsliga-Match gegen VfL Telstar Bochum II vor fünf Jahren wurde um ganze sieben Punkte übertroffen.

Der deutliche Sieg gegen Pulheim/Frechen war  mit einem Punkteverhältnis von 75:40 der höchste jemals in der Verbandsliga erzielte Sieg der SGRM, zwei Punkte höher als ein Match gegen SG Aachen vor drei Jahren.

Sturmgefahr

Auch in Anbetracht des nahenden Orkantiefs und aktuellen Verletzungssorgen auf Müllenbacher Seite ist ein Comeback der Rodt-Müllenbacher Volleyballlegende Sabine Schuster aktuell kein Thema.